perfekt. unperfekt.

There’s no need to be perfect to inspire others. Let others get inspired by how you deal with your imperfections.

Hallo ihr da draußen!

Kein Mensch ist perfekt, auch wenn uns manche Menschen in manchen Momenten – ganz im Gegensatz zu uns selbst  – perfekt erscheinen. Dass niemand perfekt ist, ist auch gut so. Sonst wäre es hier auf dieser Erde ja richtig langweilig – und das schreibe ich jetzt nicht nur, weil man das halt so sagt, sondern weil es einfach so ist. Meiner Meinung nach macht einen Menschen nämlich erst die Kombination aus Stärken und Schwächen einzigartig. Deswegen sollte auch jeder den Mut haben, zu seinen Schwächen zu stehen und anderen selbstbewusst zu zeigen, wie man am besten damit umgeht. Ich glaube, ganz tief in uns drin haben wir (oft) den Drang perfekt zu sein. Mit dem enormen Druck von außen umzugehen ist ja auch nicht einfach. Unsere Gesellschaft hat schließlich klare Vorgaben, wie man am besten sein sollte…und Schwächen sind da nicht so gerne gesehen. Und wer nicht anderen beweisen will, dass er perfekt ist, der will es vielleicht einfach sich selbst beweisen. Wie dem auch sei: Bleibt immer ihr selbst! Es ist toll, wenn man den Ehrgeiz hat, etwas so lange zu üben, bis man es richtig gut kann. Aber seid euch einfach bewusst, dass man nicht alles haben und können muss, sondern dass es darauf ankommt, individuell zu sein. Und Individualität erreichen wir eben nur, wenn wir nicht alle perfekt sind.

Weil ich es total wichtig finde, all das mal zu thematisieren, habe ich, als ich vor einiger Zeit bei der lieben Fee von http://www.fairylikes.de/herrlich-unperfekt/ einen tollen Post über das Unperfektsein gelesen habe, sofort beschlossen: Ich mache mit bei der „Ich kann voll nicht…“-Liste. Die Idee dazu stammt von maedchenmitherz. Ihren Beitrag findet ihr hier: http://maedchenmitherz.de/2015/03/24/ich-kann-voll-nicht-eine-ode-an-das-unperfektsein/.

Hier sind also ein paar Dinge, die mich perfekt unperfekt machen…

1. Ordnung halten

Viele Leute halten mich für einen ordentlichen Menschen – doch leider bin ich das komplette Gegenteil. Ich bin immer richtig stolz, wenn ich mich mal zum Aufräumen aufraffen kann. Doch leider hält die geschaffene Ordnung nur wenige Stunden und dann zieht das Chaos erneut bei mir ein. Ich weiß nicht warum, aber meterhohe Klamottenberge, unzählige Taschen und deren Inhalt sowie haufenweise Papierkram und Kosmetikprodukte belagern einfach viel zu schnell meinen Boden.

2. pünktlich sein

Komischerweise halten mich auch einige Leute für einen pünktlichen Menschen. Doch wer mich wirklich kennt, weiß: Wenn ich sage, ich komm um 3, bin ich ungefähr um viertel nach 3 da. Ich kann mir gut vorstellen, dass das meine Freunde ziemlich nervt und dass sie es mittlerweile schon gewöhnt sind, ist eben auch keine Rechtfertigung. Erst letztens hab ich ein Bild von einer Armbanduhr entdeckt, auf der die Zahlen wild verteilt waren. Oben stand: who cares I’m already late. Jaaa, so eine Uhr brauch ich auch.

3. Sport

Ich bin so ziemlich die Unsportlichkeit in Person, kann mich nie motivieren, Sport zu machen und habe auch einfach noch keine passende Sportart gefunden, die mir wirklich Spaß macht. Wer einen Vorschlag hat: Ab damit in die Kommentare.

4. mich motivieren

Damit wären wir schon beim nächsten Punkt. Vor allem zum Sport treiben kann ich mich einfach nicht motivieren. Aber auch bei vielen anderen Dingen, die ich mir schon lange vornehme zu machen oder zu lernen, fehlt mir entweder von vornherein die Motivation oder ich gebe nach kurzer Zeit wieder auf, weil ich einfach nicht die Lust und Geduld habe, Dinge zu üben. Durchhalten ist eben nicht so meins. Ich will alles immer sofort können.

5. Small Talk

Ich lerne wirklich gerne neue Leute kennen, aber Small Talk ist echt nicht so mein Spezialgebiet. Mir gehen immer schon nach kurzer Zeit Fragen und interessante Themen aus. Manche Leute haben einfach immer eine lustige, spannende, peinliche, unterhaltsame Story auf Lager. Mir fällt im entscheidenden Moment leider nie was Passendes ein. Ach übrigens: Ich bin ja immer schon total froh, wenn es überhaupt zum Small Talk kommt. Auf Menschen zuzugehen fällt mir nämlich nicht gerade leicht, dafür bin ich leider noch zu schüchtern. Ich würde das echt gerne ändern…klappt zwar nicht von heute auf morgen, aber ich bleibe dran.

6. früh ins Bett gehen

Als kleines Kind bin ich sogar am Wochenende freiwillig früh aufgestanden – mittlerweile undenkbar. Ich stehe am Wochenende immer extrem spät auf, gehe die ganze Woche über aber auch einfach immer viel zu spät ins Bett. Ich habe mir schon oft vorgenommen, das zu ändern. Ich merke ja selber, dass dieser Schlafmangel meinem Körper nicht gut tut. Aber das mit dem „Früh ins Bett gehen“ will einfach nicht so richtig funktionieren.

7. anderen recht geben

Ich mag es überhaupt nicht, zuzugeben, dass ich falsch liege. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich gerne alles können und wissen würde. Mit Kritik kann ich oft genauso wenig umgehen. Ich bemühe mich ja wirklich, aber entweder trifft mich die Kritik sehr und ich nehme mir das Ganze ein bisschen zu sehr zu Herzen oder meine Willensstärke verursacht diese Haltung in mir drin, immer recht haben zu wollen. Ja, ich weiß, dieser Punkt macht mich ziemlich unsympathisch.

8. kreativ sein

Ich würde nicht direkt sagen, dass ich unkreativ bin. Aber es gibt einfach Leute, die haben viel mehr kreative Ideen als ich, können besser malen, zeichnen und sich Dinge vorstellen und dir zum Beispiel sagen, ob etwas gut oder schlecht aussieht, bevor du es überhaupt gemacht hast. Die haben einfach so einen Blick dafür und Talent. Naja, ich bemühe mich wenigstens und bin am Kreativsein interessiert. Ist zumindest ein erster Schritt.

9. auf Essen verzichten

Ja, schon klar, auf Essen verzichten kann auf Dauer keiner. Aber ich halte nicht mehr als ein paar Stunden ohne Essen aus. Ich habe gefühlt einfach immer Hunger. Bei Familienfeiern sagen immer viel zu viele Leute: Jetzt beim Mittagessen hau ich rein, dafür gibt es heute Abend nichts. Und diese Menschen essen abends dann wirklich nichts mehr. Ich kann mittags so viel essen wie ich will, abends habe ich trotzdem wieder Hunger.

10. anderen etwas überlassen

Diesen Punkt kann man ohne den folgenden Text wahrscheinlich nur schwer verstehen, aber mir ist einfach keine treffende Formulierung eingefallen. Es geht darum, dass ich anderen nur ungerne Verantwortung übergebe. Ich plane und organisiere Dinge am liebsten selber. Ich gehöre einfach zu den Menschen, die die Dinge gerne selbst in die Hand nehmen. Und oft sind die anderen ja auch froh, wenn sie nicht so viel um die Ohren haben, passt also.

So, das war’s erstmal, obwohl mir echt noch ein paar mehr Dinge eingefallen wären. Meiner Meinung nach ist es nicht nur eine perfekte Idee, eine Art kleine Aktion zu diesem allgegenwärtigen Thema zu starten, sondern auch eine gute Möglichkeit mich, die ich hinter diesem noch in den Startlöchern steckenden Blog stecke, kennenzulernen.

Eure Nikki

PS: Wie immer freue ich mich über Meinungen zu diesem Post! Was mich auch sehr freuen würde, wäre, wenn all die Leute, die Lust haben, einfach auch eine „Kann ich voll nicht – Liste“ auf ihren Blog stellen. Ich lese die total gerne und bin auch immer ganz froh zu sehen, dass ich nicht die einzige bin, die zum Beispiel beim Nägel lackieren immer über die Ränder malt.
PPS: Ich habe nicht nur die Listen von und auf fairy likes und maedchenmitherz gefunden und gelesen, sondern unter anderem auch hier http://misskonfetti.de/unperfekt-ja-und/ und hier http://purplemint.de/2015/03/unperfektsein-ich-kann-das-nicht/ und hier http://www.changiereffekt.de/alltag/vom-unperfektsein-ich-kann-nicht/ und hier http://apfelmaedchen.de/eine-ode-an-das-unperfektsein/ und….okay, das reicht.

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4 Gedanken zu “perfekt. unperfekt.

  1. Wie cool, Du hast auch mitgemacht!!! Finde ich super, denn ich lese die Listen genauso gern wie Du… Und das mit dem Sport – ja, das ist auch bei mir so eine Sache. Ich hab mir vor einigen Wochen Rollschuhe gekauft und das macht Spaß; aber trotzdem bin ich niemand, dem ohne 3x Sport in der Woche etwas Grundlegendes im Leben fehlt. Leider… Gesünder wäre es bestimmt. Liebe Grüße und auf bald, Fee

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    • Vielen Dank für deinen lieben Kommentar, liebe Fee! Ich bin so froh, deinen Blog und auch die „Kann ich voll nicht“ – Liste entdeckt zu haben! 💕 Sport ist nach wie vor einfach nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Dafür habe ich andere Interessen. Und so lange ich nicht nur zu Hause auf der Couch sitze, passt das schon. Ach übrigens: Ich hab jetzt doch glatt Lust, mal wieder Inliner zu fahren. 😁 Mach dir da mal nicht allzu viele Gedanken. Man sieht es dir zumindest nicht an, dass Sport nicht dein ‚Ein & Alles‘ ist. 😉

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  2. OMG, Smalltalk liegt mir auch gaaaaaar nicht. Ich muss bei der Arbeit eigentlich den ganzen Tag Smalltalk machen und komme nicht um dieses verlegene „Eigentlich kann ich das nicht…“-Gefühl herum.
    Eine feine Liste hast du hier und ich danke für’s Mitmachen!


    Katja

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    • Yay, ich bin damit nicht alleine! Manchmal habe ich nämlich echt das Gefühl, dass ich die einzige bin, die da einfach nicht so spontan und gesprächig ist. Das beruhigt mich ja jetzt ein wenig. 😀 Ich glaube, ich muss mich eher für diese tolle Idee und den Aufruf mitzumachen bedanken! Also an dieser Stelle: Herzlichen Dank dafür und ganz liebe Grüße! ♥

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